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Donnerstag, 25. November 2010

Neuer Koch im Schaumahl! Eine neue Liebe ist wie in neues Leben?


Zu meinen Schulzeiten prangte ein großer Aufkleber "Atomkraft - Nein danke?" an dem Fenster des Hauses an der Ecke Rathenaustraße/Bismarckstraße. Ich glaube, es war eine alternative Kneipe, später die "Kiba"(?)-Bar. Seit einigen Jahren residiert im sanierten Jugendstilbau das Restaurant Schaumahl, das durch einen originellen Namen, ein märchenhaftes Interieur sowie eine Küche mit hohem Anspruch und ebensolchen Preisen auffällt.

Jahrelang war Alfons Lorenz von Kiekebusch dort Koch und irgendwie auch Vorzeigeobjekt der Offenbacher Gastronomieszene. Das Lokal erhielt zahlreiche positive Kritiken in den regionalen Gastronomieführern. Auch mir schmeckte es meist, es war vielleicht ein wenig wechselhaft. Nachdem sich Schaumahl und Kiekebusch trennt, kocht jetzt seit wenigen Wochen der junge Küchenchef Christoph Kubenz. Mein erster Eindruck ist ausgesprochen positiv. Verschlechtert hat sich das Schaumahl mit ihm sicher nicht. Es hält sicherlich den Vergleich mit regionalen Restaurants mit ähnlichem Anspruch und Preisniveau stand. Vielleicht erkocht sich Kubenz hier seinen ersten Stern. Kiekebusch betreibt jetzt in der östlichen Innenstadt ein Restaurant. So nutzt die Trennung der Stadt, nach dem Motto aus 1 mach 2!  Wir freuen uns.

Mittwoch, 24. November 2010

Erster Schnelltest: Die Schnell-Imbisse im KOMM


In jedem Fall ist der neue Schnell-Imbiss "Swiss-Break" eine weitere optische Aufwertung des KOMM. Begrüßte den Besucher des Einkaufszentrums bisher eine verdunkelte, schwarze Wand, sieht er nun eine lichte Glasfassade mit dem Matterhorn im Hintergrund. Es handelt sich bei dem Anbieter um eine internationale Kette mit dem Anspruch "die guten, praktischen Seiten des Fastfood mit einem hohen Anspruch an das Angebot auf dem Teller zu verbinden". In der Tat zeigt auch das Offenbacher Haus frisches Obst und Gemüse. Ich habe ein Sandwich probiert, das sehr gut abgeschmeckt war. Ich würde wieder hingehen. Allerdings musste ich recht lange warten. Der Blick auf den doch ganz schönen Aliceplatz hat es mir vergolten.

Richtig "Fast" schafft das Tre Secondi am östlichen Rand des Centers sein Food. Mit einem Dampf-Koch-System erhalten Gäste Suppen und Pasta in 30 Sekunden - wie immer übertreiben es "Südländer" mit ihren zeitlichen Versprechen, in diesem Fall "Tre Secondi";-). Ich habe allerdings ein Panini gegessen, das durchaus sehr wohlschmeckend war. Vielleicht kann ja jemand mal die Turbo-Nudeln testen. Ich traue mich noch nicht so recht, auch wenn alles appetitlich aussah. "Tre Secondi" gibt es bisher nur an 4 Orten. Interessantes Konzept für ein schnelles Essen in der Mittagspause.

Montag, 18. Oktober 2010

Ein hässliches Entchen in Bieber entdeckt....

Vor 30 Jahren war ich das erste Mal da, Kegeln war seinerzeit Volkssport, vor 20 Jahren das letzte Mal, Skat war seinerzeit unser Schülersport. Jetzt zog es mich - auf eine Empfehlung hin - gestern zum Ausklang des Wochenendes mal wieder in das "Prager Restaurant Struhar" an der Aschaffenburger Straße. Ohne Empfehlung hätte ich wohl aufgrund der merkwürdigen Gardinen an den Fenstern und spätestens wegen der merkwürdigen Reklame an den Tür sofort "reiß aus" genommen.  Allerdings der schon wieder coole Retro-Gummibaum (siehe Foto), das große Gemälde vom Bieber Aussichtsturm und die skurrile Schlagermusik hielten uns dann doch im hässlichen Entchen, dass sich später in Form einer "Prager Ente" als schöner Schwan entpuppen sollte. Die Ente war mit samt origineller Fülle, vorzüglichen Serviettenknödeln und Salat große Klasse. Ein "karamelisierter" (?) Apfel machte Lust auf mehr Dessert, das leider aber nun wirklich nicht mehr in meinen Diätplan passte. Auch sonst erscheint die Karte zwar etwas unübersichtlich, aber vielfältig und interessant.

Montag, 2. August 2010

Meditairanes Flair bei Al Camino



Meditarianes Flair  herrschte gestern im wunderschönen Hof des Al Camino in Bieber (Aschaffenburger Straße 13). Die Besitzer sind sehr bemüht, eine angenehme Atmosphäre herzustellen. Kulinarisch bieten sie eine abwechslungsreiche Karte mit vielen "hausgemachten Nudeln" im Programm. Der Pizza würde ich im "KMK-System" gute 10, vielleicht auch 11 von 15 Punkten geben. Ich werden gelegentlich nochmal testen und dann die Restaurantkritik etwas fundieren. Jedenfalls lohnt alleine der Hof den Besuch.

Montag, 12. April 2010

Offenbacher Gastro-Tipps: Der Inder


Es gibt mittags schrille Orte in Offenbach. Dort trifft sich die Stadtgesellschaft. Der unvermeidliche und gleichwohl auch empfehlenswerte Gianni gehört  dazu. Wenn ich ein politisches Signal setzen wollte für Schwarzgelb in Offenbach setzten, würde ich mich dort mit dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Peter Freier treffen. Denn sehen und gesehen werden heißt da das Motto. Und es gibt mittags stille Orte: Der White Elephant (Ludwigstraße 45) ist dann eine Oase der Ruhe. Hier wurden wesentliche Entscheidungen - etwa zum Stadtkonzern - in vertraulichen Gesprächen vorbereitet.

Am Sonntag war ich zum ersten Mal am Abend dort. Da zeigte sich der weiße Elefant von seiner anderen , nämlich mit voll besetzten Stühlen -  kulinarisch hingegen von seiner besten Seite - mit sehr speziellen Gerichten und einer Symphonie der Gewürze. Besonders eindrucksvoll ist die Dekoration des Lokals. Heute meinen die meisten Restaurants, die etwas auf sich halten, auf jegliche folkloristische Anmutung verzichten zu müssen. Deshalb sieht der Edel-Italiener genauso aus wie der Edel-Grieche. Und überhaupt ist alles "Crossover" oder "Fusion". Alles wird verwechselbar. Nicht so der "White Elephant". In gekonntem Kitsch tauchen wir hier ein in fernöstlichem Bombast, der einen die Mühen des Alltags vergessen lässt.

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Die Vietnamesen

Sonntag, 11. April 2010

Offenbacher Gastro-Tipps: Die Vietnamesen

Die gastronomische Landschaft Offenbachs bietet durchaus eine ansprechende Vielfalt gleichsam auch Ergebnis aus Globalisierung und Migration. Seit vielen Jahren bekocht das TriAm (Bieberer Straße 84) originell und von "Frankfurt geht aus" hoch dekoriert die Offenbacher. Seit einiger Zeit gibt es mit "Sapa" (Herrnstraße 55b) einen weiteren guten Vietnamesen. Auch gestern genossen wir freundlichen Service und gut abgeschmeckte Speisen zu einem guten Preis.

Das Interieur ist zum großen Teil einem nur kurze Zeit in der "Problemimmobilie" gastierenden Südafrikaner zu verdanken. Den Titel "Problemimmobilie" verdient das Lokal nicht wegen der Immobilie selbst oder der Umgebung (die ist - siehe Handy-Foto aus dem Lokal - durchaus sehr ansprechend), sondern aufgrund der ständig wechselnden Lokalinhaber. Lediglich ein angesehener Grieche ("Avlea") hielt sich da längere Zeit. Der Südafrikaner und ein Österreicher konnten sich nicht lange halten.

Das Haus gehört zum "Schörghuber-Komplex". Der Münchner Investor hatte in den 90ern aus dem Parkbad ein Hotel (Arabella Sheraton) gestaltet und auch die gegenüberliegende Seite an der Herrnstraße entwickelt. Leider fiel dem auch das imposante alte Stadtbad zum Opfer. Wäre die Wellness-Welle schon Anfang der90er durch die Republik geschwappt, hätte es der Investor wohl erhalten...