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Montag, 7. Oktober 2013

Portraitserie „Kunststück Offenbach“

Auf eine interessante Portraitserie namens „Kunststück Offenbach“ hat mich Volker Muth hingewiesen. In seinem Blogbeitrag berichtet er von den Fotoaufnahmen im Stadion des OFC als er die Offenbacher Künstlerin Katja M. Schneider für das Fotoprojekt porträtierte. Dafür reanimiere ich doch gerne mal diesen Blog :-)


Donnerstag, 15. September 2011

Die letzten Monate IX: Offenbach, arm aber sexy

Offenbacher Museen schmücken seit Juni die Abluftschächte der S-Bahn. Dabei zeigt sich die Kreativstadt Offenbach sich arm aber sexy!



Hm. Passt ja: Offenbach lebt das offenbar. Denn diese Location soll ja ganz hip in Offenbach und weit über die Szene hinaus beliebt sein...

Jedenfalls Kompliment an Matthias Müller & Co! Ist toll geworden!



Freitag, 7. Januar 2011

ARD: Erfolgreiches Offenbach - Existenzgründerstadt Offenbach im TV!

"Erfolgreiches Offenbach: In keiner anderen Stadt in Deutschland wollen die Menschen so oft ihr eigener Chef sein. Denn sie bekommen jede erdenkliche Hilfe, um der Arbeitslosigkeit zu entrinnen." (ARD) Außerdem Verweis auf die Kreativszene -Interview unter anderem mit @Moritz Pommer (Gratulation, Moritz!)
Zum Beitrag

Samstag, 4. Dezember 2010

Offenbachs neuestes Denkmal - Offenbach braucht sich nicht zu verstecken!


Der Liste Offenbacher Denkmäler kann ein weiteres hinzugefügt werden. Unter der Ägide des Rotary Clubs Offenbach wurde heute das "Relief der Lithografiesteine" enthüllt, das der Künstler Kai Linke als erster Preisträger eines Wettbewerbs enthüllte - es erinnert an den den Erfinder Alois Senefelder.

Rotary-Präsident Ulrich Stenger sagte, Offenbach habe sich in den letzten Jahren sehr gemacht und brauche sich vor niemandem zu verstecken - auch vor den Frankfurter Nachbarn nicht. Kultur habe mittlerweile wieder eine größere Bedeutung gewonnen, lobte Stenger.

Ach ja: Die gefrorenen Plätzchen;-) und der heiße Apfelwein waren auch gut!

Schöner Morgen!

Montag, 29. November 2010

Vöckler sieht Kreative als Chance für den Imagewandel


Prof. Kai Vöckler (hfg) war letzten Mittwoch bei der Liberalen Tafelrunde im Sheraton zu Gast. Etwas mehr dazu hier.

Freitag, 26. November 2010

GOûT: Offenbachs zumindest repräsentativste Ausstellungseröffnung


Die Ausstellung "GOûT" eröffnete gestern im Sheraton Offenbach. Studenten der Hochschule für Gestaltung nutzen das Hotel als Ausstellungsfläche und zeigen unter Regie von Prof. Sascha Lobe wieder gelungene Beispiele ihres Könnens. Sicherlich ist diese Ausstellungseröffnung eines der spannendsten, aber zumindest repräsentativsten Ereignisse des kulturellen Offenbach. Sowas braucht Offenbach! Leider geraten die Exponate an einem solchen Abend manchmal ein wenig in den Hintergrund. Auch ich werde sie mir in den nächsten Wochen nochmal genauer anschauen müssen...

Sonntag, 19. September 2010

Ludwig tagt: Eine kleine Leistungsschau Offenbacher Kreativer


Eine kleine Leistungsschau Offenbacher Kreativer in der Ludwigstraße 12 zeigte sich mit dem Zuspruch ihrer ersten Veranstaltung von "Ludwig tagt" sehr zufrieden. In den Ausstellungsräumen bildeten sich nach Aussage der Initiatoren um Ulrike Pohlenz Menschentrauben. "Es war kaum ein Durchkommen", so Pohlenz. Die Designerin arbeitet seit längerem an einer stärkeren Vernetzung der Offenbacher Kreativszene. Kleines Offenbach: Meine ehemalige Kunstlehrerin, Stefani Balonier,  ist auch Teil des Projekts. @Anna, Dein Kuchen war gut.

Mittwoch, 8. September 2010

Ausstellungsreihe der IHK: „Wirtschaft – Kultur – Gestalten“



Die Ausstellungsreihe der IHK „Wirtschaft – Kultur – Gestalten“ zeigt mehrmals im Jahr Kreatives aus der Kreativstadt Offenbach und trägt damit zum Stadtmarketing bei. Bis zum 8. Oktober noch präsentieren die Kollegen von Etage 3 noch eigene Kreationen für Kunden sowie ihre Kunstsammlung in der IHK - hier ein Foto von der Ausstellungseröffnung am 2. Spetember. Danke Anna, für die kleine Führung;-) Mehr zur Veranstaltung.

Mittwoch, 11. August 2010

In geheimer Mission? Auf dem Sommerfest der Kreativwirtschaft


Gestern auf dem Sommerfest der Kreativwirtschaft fragte mich die nette Kollegin vom SPD-Parteivorstand, ob ich denn gewissermaßen in politischer Mission hier sei oder um Aufträge für meine Agentur zu akquirieren. Ich habe natürlich nie was gegen neue Aufträge. Das "Problem" solcher Events ist allerdings in der Regel, dass dort eher die zu finden sind, die Aufträge suchen, nicht diejenigen, die Aufträge vergeben. Eher dienen diese Ereignisse dem Gedankenaustausch  oder vielleicht mal einer Kooperation untereinander. Also war ich vielleicht doch mehr in politischer Mission da?


Dieses Foto - wohl geschossen von Bernd Georg - legt dies vielleicht nahe. Zumindest zeigt es, dass das Verhältnis zwischen OB und FDP-Fraktionsvorsitzendem trotz aller Meinungsunterschiede - entgegen veröffentlichter Meinung - dann doch nicht ganz dem vom Ballack und Podolski entspricht. Dazu habe ich mich ja auch schon mal ausführlicher geäußert.

Vielleicht war ich ja auch eher als Blogger auf dem Fest. Auch hier liefert der Fotograf ein Beleg. Das ist nämlich genau die Situation, in der ich das "Titelfoto" dieses Beitrags aufgenommen habe. Auf diesem sieht man übrigens unter anderem im Hintergrund die CDU-Stadtverordnete Anja Fröhlich und den CDU-Fraktionsvorsitzenden Peter Freier. Apropos "Bloggen": Freue mich auch, meine Lieblingsbloggerin Anna P. Köhler endlich persönlich Kennen gelernt zu haben.

So war es letztlich ein netter Abend mit netten Leuten. Das ist irgendwie auch schon selbst ein Grund für den Besuch einer solchen Veranstaltung.

Dienstag, 20. Juli 2010

Offenbach begeht den Tag des Widerstandes

Auch die Stadt Offenbach erinnert am 20.7., dem Tag des gescheiterten Attentats einer "Offiziersverschwörung" auf Adolf Hitler, an den Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur insgesamt und auf den in Offenbach im besonderen. Dazu gibt es übrigens auch einige Bücher. Seit Jahren besitze ich "Zeugnisse: Offenbach 1933-1945 - Verfolgung und Widerstand in Stadt und Landkreis Offenbach" des Offenbacher Kommunisten Karl Schild. Im Internet entdeckt habe ich ein Buch der Offenbacher, nein, Bieberer Historiker Alfred Kurt und Otto Schlander "Der Kreis Offenbach und das Dritte Reich. Leben und Politik, Verfolgung und Widerstand im Kreisgebiet in den Jahren 1930 bis 1945". Die beiden Autoren sind sicher keine Kommunisten :-) 

Bei der heutigen Gedenkminute traf ich den Offenbacher Bürger Wolfgang Breckheimer, Autor des Buchs "Von den Nazis verfolgt" (Bild s.u.). Breckheimer gehörte der Gruppe der Edelweißpiraten an. Diese hatten ihre Schwerpunkte in Köln, dem Ruhrgebiet und Hamburg und lehnte Zwang und Drill, wie von der "Hitler-Jugend" praktiziert ab. Die Edelweispriraten trugen gerne bunte Schals und lange Haare. Der seinerzeit im Frankfurter Riederwald lebende Breckheimer wurde 1945 als "jüdischer Mischling ersten Grades" zur "Organisation Todt" einberufen und später zur Zwangsarbeit nach Osterode verschleppt, wo ihn amerikanische Truppen befreiten.

Das Gedenken fand an der "Flamme" vor dem Rathaus (s.o.) statt. An einem 1971 von Bernd Rosenheim geschaffenen Werk, das an die Opfer des zweiten Weltkriegs erinnert sowie am "Opferdenkmal" am Platz der Deutschen Einheit.



Montag, 19. Juli 2010

Kreativität am Bau - die Decke des Stadtverordnetensitzungsssaals


Dieses Rätsel habe ich  vor einen Wochen bei Facebook aufgegeben. Matthias Schmidt hatte es gelöst. Es handelt sich um die Decke des Stadtverordnetensitzungssaals. Hier nochmal um eine zweite Ansicht bereichert. Beton kann auch schön sein;-)

Sonntag, 18. Juli 2010

Sauberkeit auf´s richtige Kulturgleis setzen


In anderen Städten kann Kunst mit viel Geld inszeniert werden. Offenbach kann da nur mit Kreativität und der hfg aufwarten. Wie die Tradition der Industriestadt mit dem strategischen Ziel der Kreativstadt verknüpft werden kann, zeigt seit einiger Zeit der Waggon am Kuturgleis. Initiiert von Prof. Stumpf  zeigt die "soziale Skulptur" (Georg Klein lt. FR), einen als Veranstaltungsort dienenden Waggon, der gleichsam den Höhepunkt der 230 Meter Gleis darstellt, die von der alten Hafenbahn noch übrig geblieben sind.

Dort spielen Underground-Bands und die Besucher können Getränke kaufen. Die Location gilt über Offenbach hinaus als Geheimtipp in der Szene. Laut Website der Stadt soll er ein soziokultureller Treffpunkt für Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Diskussionen und Vereine sein.

Leider wird der Treffpunkt Mainufer immer wieder auch vermüllt. Die ESO säubert es daher mittlerweile wohl täglich, um den Offenbachern und ihren Gästen eine hohe Aufenthaltsqualität am Fluss zu ermöglichen, was im Vergleich zu früher auch  viel besser gelingt. Um ein gemeinsames Zeichen gegen zu setzen, riefen ESO (Christian Loose, links unten) , Ordnungsdezernent Paul-Gerhard Weiß (rechts oben und unten) und die Macher des "Kulturwaggons", der Verein "Soziale Plastik" zu einer gemeinsamen Müll-Sammel-Aktion auf. ESO-Sprecher Oliver Gaksch nutze dazu sogar die Social Communities. Auch ich habe mich am Freitag Abend daran beteiligt. Was mir dabei auffiel: 1. Mülleinsammeln ist richtig anstrengend - aber schön, wenn man es am Fluss machen darf und nicht so oft machen muss. 2. Trotz täglicher Reinigung durch die ESO finden sich am Gleis und im Grün hunderte Flaschenkronen, Kippen etc.  - Folgen sog. "Litterings", also des achtloses Wegwerfens von Abfalls. Meine Meinung: Wenn man sieht, wie lange wir gebraucht haben, um den auf den ersten Blick gar nicht so schmutzigen Bereich wirklich ein Stück sauberer zu bekommen, wird keine Reinigungsfirma dieser Welt des "Litterings" wirklich Herr werden. Gefordert sind Mithilfe der Bürger, stärkere soziale Kontrolle und das Verständnis, dass jeder Einzelne dazu beitragen sollte, auf öffentliches Eigentum acht zu geben.

Littering ist sicher auch die Folge soziale Desintegration. Wer auf Sauberkeit nicht achtet, achtet übrigens auch  auf andere gesellschaftliche Spielregeln nicht. Ich bin fest davon überzeugt: Das vermitteln von Einsicht, sich an solche verbindliche Spielregeln zu halten, kann gesellschaftliche Integration bewirken. Der Ruf nach Sauberkeit ist also nicht spießig. Sauberberkeit ist ein Kulturgut. Er geht uns alle an!

Was alles nicht davon ablenken soll - am Main und am Waggon ist es richtig schön.

Zum Blog des Waggons  am Kulturgleis
Zur Facebookgruppe des Waggons

Donnerstag, 15. Juli 2010

Grünes, kunstiges und wirtschaftliches am August-Bebel-Ring

Wie sagte doch die Frankfurter OB Petra Roth auf der Mitgliederversammlung der Freunde der hfg seinerzeit: "Offenbach wird unter Wert gehandelt. Die Stadt hat zum Beispiel viele schöne Alleen". Der August-Bebel-Ring gehört zu den schönen Alleen der Stadt. Es sollte Ziel der Stadt sein, ihre Straßen sukzessive weiter zu begrünen. Ziel ist: die grüne Stadt - nicht die Stadt der Grünen;-)

Ein weiteres Anliegen von mir: Mehr Kunst im öffentlichen Raum. Auch um den Kreativstadtgedanken zu fördern. Anna P. Köhler hat hier aus einem eindrucksvollen Blickwinkel heraus gezeigt, dass es die auch am August-Bebel-Ring gibt. Wer das in den 60ern entstandene Kunstwerk mal komplett sehen will, der Künstler ist unbekannt, findet es hier

Der August-Bebel-Ring ist auch Standort  der LUT Luft- und Umwelttechnik GmbH, deren Inhaber Olaf Mayer auch Vizepräsident der IHK ist. In dessen Garten fand gestern der Sommertreff des Forums Mittelstandes der IHK statt. Vorschläge zum Subventionsabbau will man erarbeiten. Zum Grillen konnte ich leider nicht mehr bleiben. Ich befürchte allerdings der Thunder-im-wahrsten-Sinne-des-Wortes-Storm (s.u) wird das Grillen gestern ein wenig gestört haben.

Freitag, 9. Juli 2010

Die politischen Botschaften des hfg-Rundgangs 2010


Beim der gestrigen "Preview" (Prof. Kracke") des hfg-Rundgangs setzten die Studenten der Hochschule für Gestaltung (hfg) neben künstlerischen auch politische Akzente. In einem Projekt beschäftigten Sie sich mit  dem "Müllstrudel", vom dem ich vorher auch noch nichts gehört hatte. Bildungslücke. "Müllstrudel" ist - laut Wikipedia - eine Bezeichnung für subarktische und subtropische Wirbel im Ozean, die gigantische Müllteppiche angesammelt haben. Durch Meeresströmungen entsteht ein Meereswirbel, in dem sich Zivilisationsmüll ansammelt. Der an der Oberfläche treibende Plastikmüll ist nur ein geringer Teil. Etwa 70 Prozent sinkt auf den Meeresgrund. Nach einer Rechnung niederländischer Wissenschaftlern liegen auf jedem Quadratmeter Meeresboden jeweils 110 einzelne Plastikteile. Da sich der Müll ungleichmäßig verteilt, liegen in einigen Gebieten der Ozeane wahre Müllhalden auf Grund, die alles Leben unter sich begraben und ersticken, während in anderen Gebieten nur sehr wenig liegt.


Auch mit ihrer eigenen Situation beschäftigten sich die Nachwuchs-Künstler. So forderten sie mit kessen Motiven ("Nö!") die Politik auf, für ihren Bereich keinen Bachelor- und Masterstudiengänge einzuführen, sondern es beim "Diplom" zu belassen. Kunst sei nicht vergleichbar.

Der hfg-Rundgang findet zwischen 9. - 11. Juli 2010 statt.

Freitag, 2. Juli 2010

Es tut sich was: Aufstockung Klingspormuseum


Baukräne sind immer ein gutes Zeichen. Sie zeigen, dass sich in der Stadt was tut.  Das entscheidende am Anfang Juni aufgenommenen Foto ist nämlich nicht der FDP-Fraktionsgeschäftsführer Peter Engemann bei der Taufe von Melba, der Tochter unserer Stadtverordneten Vera Langer und unseres ehemaligen Stadtverordneten Joachim Papendick, sondern der Blick auf den Hintergrund. Auf der rechten Seite heilt der Baukran eine alte Kriegswunde und stellt den Südflügel wieder in der historischen Höhe - spiegelbildlich zum Nordflügel (links) her. Damit bekommt das Klingspormuseum neuen Ausstellungsraum.

Die Aufstockung des Klingspormuseums ist eines der Beispiele für die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt, Bürgern und Wirtschaft. Denn ohne bürgerschaftliches Engagement, ohne Gelder aus der Wirtschaft hätte die Stadt das neue Stockwerk nicht bauen können. Das Museum selbst ist  ist übrigens ein Beleg dafür, dass der Kreativstadtcharakter der Stadt auf einer langen Tradition fußt. Insofern investieren Stadt und Bürgergesellschaft gemeinsam in das Kreativimage der Stadt.

Donnerstag, 1. Juli 2010

Der Stoff aus dem die Kleider sind

Am Dienstag eröffnete Christina Baudach von der Galeria Kaufhof in Offenbach gemeinsam mit dem Bund Offenbacher Künstler die Ausstellung "Der Stoff aus dem die Kleider sind". Interessant dabei: sie entspringt einer Idee der Offenbacher Wirtschaftsförderung. Dessen Leiter Jürgen Amberger bezeichnete "Kunst als Standortfrage".  Amberger weiter: "Wir fördern in der Stadt die gesamte Bandbreite der Kreativwirtschaft, weil wir alle Kreativen brauchen. Underground-Künstler sind die Basis für etablierte Künstler und umgekehrt." Für die Künstler des BOK um ihre Vorsitzende Heide Khatschurian ist dein Kaufhaus ein spannender Standort, der zur Auseinandersetzung anregt. Für die Stadt ist die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Kultur, eine Chance, ihr Image als Kreativstadt zu verstärken.  Ralph-Phillip Ziegler vom Forum Kultur und Sport: "Kunst unterstützt den öffentlichen Diskurs und bringt Esprit in die Stadt".

Auf dem Foto 1: Kleiderobjekte aus Plastiktüten "I don´t pollute" (Katrin Köster) - im Hintergrund Werke von Antje Hantelmann. Foto 2: Ebenfalls Antje Hantelmann.

Donnerstag, 22. April 2010

Mut zur Kreativstadt

Vor zwei Jahren wurden wir noch belächelt, wenn wir den Begriff "Kreativstadt" nutzten. OB Schneider, das Thema, nicht aber den Begriff forcierend, sprach in diesem Zusammenhang sogar von "Schwachsinn". Auch die ein oder andere Zeitung belächelte den Begriff eher ein wenig. Auch wir selbst sprachen dann nicht immer von "Kreativstadt", sondern manchmal auch von "kreativer Stadt" oder - wie es das seinerzeitige Gutachten vorschlug - von einer Dachmarke "kreatives Offenbach".  

Mit meinen Prognosen lag ich in der Vergangenheit nicht immer richtig, worüber ich gerne auch mal den Mantel des Schweigens hülle. Meine Einschätzung aus dem Editorial der IHK-Zeitung 5/2008: "So verortet sich das ehemals als Beamtenstadt verschriene Darmstadt keck wie erfolgreich als Wissenschaftsstadt, Hanau bemüht sich etwas artifiziell um ein märchenhaftes Images (Brüder-Grimm-Stadt) und Offenbach diskutiert über eine Positionierung als Kreativstadt, allein durch die Diskussion darüber ihr kreatives Bewusstsein und Ansehen stärkend." Schneller als erwartet hat sich dabei in Stadt und Region der Begriff "Kreativstadt" durchgesetzt. Dies bestätigt sich auch dadurch, dass mittlerweile viele Zeitungen diesen Begriff mal in Anführungsstrichen, mal wie selbstverständlich nutzen.  

Auch wenn noch Manches zu tun bleibt. Für diese Entwicklung hat die Stadt mittlerweile einiges getan. Es wurde eine Stiftungsprofessur "Kreativstadt" gemeinsam mit der Hochschule für Gestaltung (HfG) angeschoben, die HfG, wir konnten mit viel Mühe eine Imagekampagne zu diesem Thema durchsetzen, die demnächst anlaufen soll. Und die Wirtschaftsförderung organisiert Veranstaltungen oder flankiert sie wie diese im Saal der IHK-Offenbach (am letzten Mittwoch) anlässlich des ADC-Gipfels in der Region Frankfurt/Rhein-Main. Thema des Vortrags von Prof. Kracke, nicht die "kreative Stadt" oder das "kreative Offenbach", nein: "Die Kreativstadt".

Mehr Artikel über Offenbach und den Liberalismus weltweit;-)

Montag, 6. Juli 2009

Kreativstadt Offenbach - eine wichtige Debatte

Seit langem tobt in Offenbach die Debatte, ob sich Offenbach den Titel einer Kreativstadt geben sollte. Die FDP hat diesen Gedanken begrüßt. Fairerweise möchte ich hinzufügen: ebenso wie etwa SPD-Fraktionschef Stephan Färber und unser CDU-Kollege Peter Freier. Es mag zur "Politik" gehören, dass Gegner der FDP dies kalkuliert missverstanden haben und versuchten, diesen Gedanken ins Lächerliche zu ziehen - unter dem Motto: "Kreativstadt" auf Ortseingangsschilder zu schreiben, diese angebliche FDP-Idee sei doch Schwachsinn, so SPD-Oberbürgermeister Horst Schneider. Das hatte die FDP aber gar nicht gefordert...

"Offenbach ist Kreativstadt"

Erst einmal möchte ich Hans-Joachim Otto (FDP) rechtgeben: Er ist Vorsitzender des Kulturausschusses des Deutschen Bundestags. Er sagte auf einem Kulturfrühstück der FDP-Bundestagsfraktion in Offenbach: "Offenbach fristet kein Schattendasein neben der Metropole Frankfurt, sondern bildet einen eigenständigen Schwerpunkt in der Kulturlandschaft Rhein-Main". Und weiter: "Offenbach ist eine Kreativstadt". Zumindest wäre es eine Chance, die Stadt in diese Richtung zu entwickeln - so wie es etwa ein Kreativstadt-Gutachten der Stadt nahelegt.

Dachmarke Kreativstadt

Unmstritten ist: Die Stadt muss ihre Vorteile im regionalen und überregionalen Wettbewerb stärker hervorheben. Was ich mir daher gut vorstellen kann: den Begriff „Kreatives Offenbach“ als „echte Dachmarke“ zu etablieren, wie es das Gutachten vorschlägt. Dies wäre ein interessantes Element um Offenbach perspektivisch als Kreativstadt zu positionieren“.

Damit könnte die Stadt ihre relativen Standortvorteile im Wettbewerb der Städte herausarbeiten. Das könnte dazu beizutragen, das Image der Stadt weiter positiv nachzujustieren und auch andere Branchen, die sich Kreativität und Design verbunden sehen, anzuziehen. Der „ehrliche Charme einer Arbeiterstadt“ kann helfen, die „kreativen Branchen“ anzuziehen und den Imagewandel der Stadt nachhaltig zu unterstützen. Andere Städte nutzen ganz massiv ihr kreatives Milieu, um die Bevölkerungsstruktur in problematischen Stadtviertel zu heben. auch das Beispiel der Hanauer Landstraße in Frankfurt macht hierbei Mut. Solche Prozesse funktionierten zu einem beachtlichen Stück alleine. Sie könnten aber durch von der Stadt geschaffene Rahmenbedingungen flankiert werden.

Mut zur Schwerpunktsetzung

Eine solche „Dachmarke“ müsste in der Kommunikationspolitik der Stadt und des Stadtkonzerns eine prioritäre Bedeutung erhalten und darf nicht in der Unzahl der Slogans, die von unterschiedlichen Stellen der Stadt produziert und gepflegt werden, untergehen. Sie muss die unumstrittene übergeordnete Marke der Stadt sein und damit Richtung geben.

Dachmarke muss gelebt werden

Es reicht dazu allerdings nicht aus, lediglich eine neue Dachmarke in die Welt zu setzen. Die Dachmarke wäre dann auch Programm und Leitlinie für die Stadtpolitik. Künftige Entscheidungen über die städtischen Mittel für „freiwillige Leistungen“ oder auch die Wirtschaftsförderung der Stadt, müssten – soweit möglich – auch unter dem Aspekt beurteilt werden, wie sie der Positionierung als kreativer Stadt dienen. Ebenso wie eine Dachmarke zusätzliche Einzelmaßnahmen zu ihrer weiteren Fundierung erforderten, benötigten Einzelmaßnahmen auch ein solches Dach. Sonst verpuffen sie mehr oder weniger wirkungslos für das Image der Stadt.

Imagewechsel funktioniert aber nur, wenn alle mitmachen. Ich selbst etwa spreche bei Vorstellungsreden auf Landesparteitagen (hat da zumindest nicht geschadet;-), bei Grußworten etc. immer wieder von der Kreativstadt Offenbach. Auch in meiner e-Mail-Signatur kommt das K-Word vor. Ich bilde mir nicht ein, damit alleine das Offenbacher Image grundlegend zu ändern. Aber tue jeder das, was er kann.

Tradition verpflichtet

In der Stadt gibt es derzeit über die Hochschule für Gestaltung (HfG) hinaus rund 1000 Unternehmen aus der Kreativbranche sowie über eine gewisse Tradition in diesem Bereich – wie Klingspor und Lederwarendesign – viel versprechende Ansätze, auf die sich mit dieser Positionierungsstrategie aufbauen lässt. Die Stadt hat aber noch viel Arbeit vor sich, um sich erfolgreich als Kreativstadt zu darzustellen. Die Anstrengungen der Stadt Frankfurt, ebenfalls dieses Segment zu stärken, sind Risiko, Chance und Ansporn zugleich.

Ausbau des Stadtmarketings

Dazu sind auch Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing auszubauen. Die kleine Truppe in der Wirtschaftsförderung im Herrn Amberger macht eine excellente Arbeit. Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing müssen aber entsprechend besser ausgestattet werden.

Stiftungsprofessur HFG?

Einer Stiftungsprofessur zum Thema Kreativstadt bei der HfG finde ich einen guten Gedanken. Sie kann ein bundesweites Alleinstellungsmerkmal sein (ebenso wie es die Ansiedlung der HfG auf dem Hafen wäre). Sie darf jedoch nicht nur Papier produzieren. Und Sie muss finanzielle Spielräume weitere imagebildende Instrumente lassen. Auch zu letzteren macht das Gutachten gute Vorschläge.

Mittwoch, 4. Februar 2009

FAZ-Kreativstadtdebatte

Gestern fand eine Podiumsdiskussion der FAZ zur Kreativstadt Offenbach statt. FAZ-Redakteur Anton Jakob Weinberger führte souverän und spontan durch die Debatte. Wir fühlen uns schon durch das Stattfinden der Debatte bestätigt, weil wir eigentlich die einzigen sind, die sich in der Stadtverodnetenversammlung für die Positionierung der Stadt im Wettbewerb der Kommunen interessieren und dazu das Label Kreativstadt als einen interessanten Aspekt empfinden. Da halten wir es auch aus, dass ständig missinterpretiert wird, wir hätten gefordert "Kreativstadt" an das Stadtschild zu hängen. Wir sind für eine Dachmarke "Kreativstadt". Meinetwegen auch für eine Dachmarke "Kreatives Offenbach" und dafür die Maßnahmen, die im Kreativstadtgutachten der Stadt stehen, umgesetzt werden. Ein Schritt in die richtige Richtung ist auch die von OB geplante Stiftungsprofessur an der HFG. Hoffentlich bekommen wir das finanziert.

Dienstag, 27. November 2007

Kreativstadt und Bratwurstkrieg

Ich bin heute erstmals über den diesjährigen Weihnachtsmarkt geschlendert. Pro OF hatte Fortschritte angekündigt. Ich sehe sie nicht. Aber vielleicht haben gefühlte 10 Jahre Bratwurstkrieg auch Spuren bei mir hinterlassen, die kleine Verbesserungen mich nicht mehr sehen lassen.

Ich sag´s ganz unumwunden: Das ist nicht der Weihnachtsmarkt, den ich mir wünsche. Natürlich: man kann auch auf diesem Markt Spaß haben. Glühwein bleibt Glühwein (oder auch nicht). Alkohol bleibt Alkohol (das ganz gewiss). Einen sehr großen Magneten für´s Umland stellt er jedenfalls noch nicht da, der Offenbacher Weihnachtsmarkt.

Klar: nicht nur der Offenbacher ist vom Angebot sehr minimalistisch. Aber war da nicht was mit "Kreativstadt" oder zumindest "Kreatives Offenbach"? Kann sein. Aber nicht auf dem Weihnachtsmarkt.

Oliver Stirböck