Montag, 12. Juli 2010

Ferienspiele bei der AWO - so schön ist es am Hainbach


Eine kleine Reise in die Vergangenheit war für mich ein kurzer Besuch bei den "Ferienspielen" auf dem AWO-Gelände. Von meiner Grundschule aus waren wir auf diesem Gelände in den 70ern mehrere Tage. Ich erinnere mich noch gerne an die naturnahe Anlage. Vor allem spielten wir seinerzeit am Bach und in einem Tümpel, auf dem wir auch Kanu fuhren. Der Bach entspringt aus der Hainbachquelle im Wald zwischen Heusenstamm und nimmt vor dem Hainbachtal den Wildhofsbach auf. Das Hainbachtal war für uns Kinder übrigens genauso schön wie Österreich & Co.

Kein Wunder also, dass das Konzept der "Ferienspiele" auch als "integrativer Ansatz" aufgeht. Und Jahr für Jahr dort viele Offenbacher Kinder, organisiert von der Kaleidoskop e.V. im Auftrag der AWO, zusammenkommen. Darunter sind auch schwerst-mehrfach behinderte.  Es gibt übrigens noch ein Angebot für 10 bis 14jährige in der Ernst-Reuter-Schule - die "Maxi-Ferienspiele". 63 € kostet eine Woche für ein Kind -  mit ALG II-Bescheid sogar nur 23,00 Euro. Die Stadt unterstützt die Ferien-Spiele. Und das ist auch gut so.

Die Kinder hatten heute erkennbar viel Spaß, sangen mit ihren Betreuern Lenas Satellite, tollten, wie eben - trotz Hitze - nur Kinder tollen, fühlten sich aber auch im Schatten der Holzhäuser erkennbar wohl.

Den Standortleiter der Ferienspiele, Sascha May,  hätte ich eigentlich erkennen müssen. Als Interpret der Buddies bei der Fassnacht der KJB ist er eine lokale Größe;-)

Hier gelangen Sie zur Anmeldung zu den Ferienspielen

Freitag, 9. Juli 2010

Als der Offenbacher Maindamm noch nicht dem Blick versperrte

Das Regierungspräsidium hat der Stadt Offenbach auferlegt, den Offenbacher Maindamm zu sanieren. Ziel: Er soll abwehrbereit gegen 200-jähriges Hochwasser sein. Der derzeitige "Deich" erfüllt diesen Anspruch nicht. Dazu werden derzeit Varianten geprüft wie einerseits der Hochwasserschutz gewährleistet werden kann andererseits die durchaus ansprechende Optik an der Mainstraße - zumindest perspektivisch - erhalten  bzw. wiederhergestellt werden kann.

Aus diesem Grund mal ein Foto von einer alten Postkarte wie der Maindamm ursprünglich aussah, um zu sehen wie er gedacht und angelegt war: als recht breitwirkende, lichte Promenade, sowohl von oben als auch von der Straße den recht ungehinderten Blick auf Main und rechtsmainische Landschaft zulassend. Die Bepflanzung erscheint dabei sehr gezielt und gleichmäßig zu sein.

Die politischen Botschaften des hfg-Rundgangs 2010


Beim der gestrigen "Preview" (Prof. Kracke") des hfg-Rundgangs setzten die Studenten der Hochschule für Gestaltung (hfg) neben künstlerischen auch politische Akzente. In einem Projekt beschäftigten Sie sich mit  dem "Müllstrudel", vom dem ich vorher auch noch nichts gehört hatte. Bildungslücke. "Müllstrudel" ist - laut Wikipedia - eine Bezeichnung für subarktische und subtropische Wirbel im Ozean, die gigantische Müllteppiche angesammelt haben. Durch Meeresströmungen entsteht ein Meereswirbel, in dem sich Zivilisationsmüll ansammelt. Der an der Oberfläche treibende Plastikmüll ist nur ein geringer Teil. Etwa 70 Prozent sinkt auf den Meeresgrund. Nach einer Rechnung niederländischer Wissenschaftlern liegen auf jedem Quadratmeter Meeresboden jeweils 110 einzelne Plastikteile. Da sich der Müll ungleichmäßig verteilt, liegen in einigen Gebieten der Ozeane wahre Müllhalden auf Grund, die alles Leben unter sich begraben und ersticken, während in anderen Gebieten nur sehr wenig liegt.


Auch mit ihrer eigenen Situation beschäftigten sich die Nachwuchs-Künstler. So forderten sie mit kessen Motiven ("Nö!") die Politik auf, für ihren Bereich keinen Bachelor- und Masterstudiengänge einzuführen, sondern es beim "Diplom" zu belassen. Kunst sei nicht vergleichbar.

Der hfg-Rundgang findet zwischen 9. - 11. Juli 2010 statt.

Donnerstag, 8. Juli 2010

Ein schöner Ortseingang: Kräftiges Facelifting für Sozialwohnungen in Offenbach-Bieber

Vor wenigen Jahren war der Ortseingang von Bieber von Tempelsee aus recht unansehnlich. Die GBO-Häuser dort waren etwas in die Jahre gekommen. Mittlerweile hat die Baugesellschaft ein kräftiges Facelifting betrieben und den Häusern eine angenehme Farbe verpasst.


Nur die Betonwände davor, sie sollen wohl den Blick auf die Mülleimer verstellen, sind nicht wirklich schön.

Erfreulich hingegen ist, dass nun auch die anderen GBO-Häuser an der Erich-Ollenhauer Straße in Bieber aufgewertet werden (Foto 8.7.) - und übrigens auch die Häuser am Heusenstammer Weg. Danke GBO! Sie gibt Bieber ein neues Gesicht. Nur auf die Fahnen müssen wir wohl jetzt bald verzichten.


Mittwoch, 7. Juli 2010

Mein kleines Stadtmarketing - das Quiz: Wo steht dieses Haus?



An dieser Stelle möchte ich meine Facebook-Quiz-Reihe von Mitte letzten Jahres auf dieser Plattform fortsetzen.

Wie ich finde, ist das hier abgebildete Objekt eines der architektonisch gelungensten Häuser in Offenbach. Auch wenn es nicht ganz aus diesem Foto hervorgehen mag. Wo steht es?

PS: Nur damit das die Nicht-Facebook-Freunde auch wissen, was ich dort versprochen habe: Wer hier - oder in Facebook oder per e-Mail an stirboeck@fdp-of.de - als erster die richtige Antwort gibt, wird von mir zum Frühstück ins Best Western Macrander am Kaiserlei eingeladen :-)

Dienstag, 6. Juli 2010

Stimmungsvolles Offenbach: Die Schleuse


Am Montag habe ich von der Gerbermühle mal wieder einen Blick auf die Offenbacher Schleuse werfen können. Das erinnert mich daran, dass mich mal ein Kommunalpolitiker dazu bewegen wollte, öffentlich anzuregen, ein mögliches Museum auf der Offenbacher Hafeninsel per Luftkissenboot mit der Stadt Frankfurt zu verbinden. Eine Luftkissenboot könne ja die Schleuse umfahren. Ich bin mir sicher: der damalige OP-Redakteuer Alexander Koffka hätte dann getitelt "Stirböcks Luftnummer mit dem Luftkissenboot". Insofern habe ich davon Abstand genommen... Die Problemanzeige ist aber richtig: Eine praktische Schiffsverbindung zwischen Frankfurt und Offenbach scheitert an der Schleuse. Die Schiffe brauchen zwar nur noch 20 Minuten, um durchgeschleust zu werden. Aber in der Zeit ist man ja schon fast von Offenbach nach Frankfurt gelaufen.

Ein paar interessante Fakten über die Schleuse habe ich von der Website der Stadt Offenbach gesammelt:
  • Als Teil der Ende des 19. Jahrhunderts vorgenommenen Mainkanalisierung zum Ausbau als ständig befahrbare Wasserstraße wurde 1901 die erste Offenbacher Schleuse als Nadelwehr errichtet. Die Regulierung und Stauung des Wasserpegels erfolgte durch viele parallele Einzelpfosten, Nadel genannt, die in Hülsen im Flussgrund eingesetzt wurden.
  • Nach schwerer Beschädigung im 2. Weltkrieg baute man die Schleusenanlage 1949 und 1957 verändert nun als Walzenwerk mit vier Wehrpfeilern und einer Fußgängerbrücke wieder auf. 
  • Den Anforderungen als Teil des Rhein-Main-Donau Wasserweges und des Anfang der 1990er Jahre auf das dreifache angewachsenen Schiffsverkehrs wurde der Umbau 1994 gerecht, bei dem die Schleusenkammern von 110 m auf 230 m sowie 340 m verlängert und die Becken auf 4 m vertieft wurden.

Montag, 5. Juli 2010

Stammtisch am Wilhelmsplatz


Der von Michael Bald organisierte Stammtisch des FDP-Ortsverbandes Nord fand letzte Woche im "Radeberger" am Wilhelmsplatz statt. Da ich diese Seite des Platzes in letzter Zeit kneipentechnisch etwas vernachlässigt habe, fand ich mich dann mal dort ein. Auf der anderen Platzseite ist der der Platz bereits bis an die Häuserkante gestaltet, was schon ziemlich gut aussieht. In der Nähe des "Radebergers" entsteht demnächst übrigens wohl ein Steakhaus, so dass der Platz immer mehr von  Gastronomie umzingelt wird.

Sonntag, 4. Juli 2010

So schön ist der Main bei Offenbach


Viel zu selten bin ich in dieser Ecke Offenbachs. Am letzten Mittwoch habe ich bei einem Treffen mit Freunden die Gelegenheit genutzt, um - kurz nach der letztlich erfolgreichen Präsidentenwahl - unweit des Bootshauses mit meiner Handycam ein Foto zu schießen (viel schöner ist aber dieses Foto von Anna P. Köhler, das offenbar fast an gleicher Stelle entstand).

Die Atmosphäre unweit des "Reichstags" ist überwältigend, die Atmosphäre im Restaurant im Bootshaus auch ganz gemütlich, das Essen dort war insgesamt in Ordnung, der Fisch recht gut. Einige kleine Malheurs, die in der im wahrsten Sinne des Wortes Hitze des Gefechts vorkommen können,  glich das freundliche Personal mit einem Nachtisch gratis aus. Sehr nett. Die können ja nicht ahnen, dass ich mir ein Nachtischverbot auferlegt habe...

Zum o.g. Reichstag erzählt Wikipedia folgende Geschichte:
"Im Juni 1018 wurde in Bürgel am Mainufer durch Kaiser Heinrich II. ein Reichstag abgehalten. In seinem Gefolge befand sich neben Kaiserin Kunigunde und dem Reichskanzler und Erzbischof von Mainz Erkanbald eine große Anzahl von Fürsten. Unter anderem wurde über die Ehe des reich begüterten Grafen Otto von Hammerstein mit Irmengard, welche nach kanonischer Zählung angeblich zu seinen nächsten Verwandten gehörte, beraten. Weil Otto bereits mehrfach Ladungen des Erzbischofs ignoriert hatte, wurde das Paar kurz zuvor in Nimwegen exkommuniziert. Nach einem Überfall Ottos auf den Bischof von Mainz wurde die Unrechtmäßigkeit der Ehe behandelt und dem Paar die Reichsacht angedroht. Dem Reichstag beugte sich Otto und er willigte der Annullierung seiner Ehe ein (Hammerstein’scher Ehehandel), in Wirklichkeit trennte er sich nie von Irmengard. Nach erfolgreicher Belagerung und Zerstörung seiner Burg Hammerstein durch den Kaiser am 2. Weihnachtstag 1020, konnte das Paar jedoch fliehen. Irmengard pilgerte daraufhin zu Papst Benedikt VIII., der die Ehe wieder für gültig erklärte und gleichzeitig den Mainzer Erzbischof Aribo, den Nachfolger Erkanbalds, suspendierte. Kaiser Konrad II. schlug 1027 den Prozess endgültig nieder, er selbst war mit Gisela von Schwaben in “verwandtschaftlicher Nähe” verheiratet und hatte kein Interesse an weiterer Verfolgung des Hammersteiner Ehepaares. In Erinnerung an den Reichstag wurde vor Jahrhunderten eine Pappel am Mainufer gepflanzt 50° 7′ 6″ N, 8° 46′ 49″ O50.11828.78041."

Freitag, 2. Juli 2010

Es tut sich was: Aufstockung Klingspormuseum


Baukräne sind immer ein gutes Zeichen. Sie zeigen, dass sich in der Stadt was tut.  Das entscheidende am Anfang Juni aufgenommenen Foto ist nämlich nicht der FDP-Fraktionsgeschäftsführer Peter Engemann bei der Taufe von Melba, der Tochter unserer Stadtverordneten Vera Langer und unseres ehemaligen Stadtverordneten Joachim Papendick, sondern der Blick auf den Hintergrund. Auf der rechten Seite heilt der Baukran eine alte Kriegswunde und stellt den Südflügel wieder in der historischen Höhe - spiegelbildlich zum Nordflügel (links) her. Damit bekommt das Klingspormuseum neuen Ausstellungsraum.

Die Aufstockung des Klingspormuseums ist eines der Beispiele für die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt, Bürgern und Wirtschaft. Denn ohne bürgerschaftliches Engagement, ohne Gelder aus der Wirtschaft hätte die Stadt das neue Stockwerk nicht bauen können. Das Museum selbst ist  ist übrigens ein Beleg dafür, dass der Kreativstadtcharakter der Stadt auf einer langen Tradition fußt. Insofern investieren Stadt und Bürgergesellschaft gemeinsam in das Kreativimage der Stadt.

Donnerstag, 1. Juli 2010

Der Stoff aus dem die Kleider sind

Am Dienstag eröffnete Christina Baudach von der Galeria Kaufhof in Offenbach gemeinsam mit dem Bund Offenbacher Künstler die Ausstellung "Der Stoff aus dem die Kleider sind". Interessant dabei: sie entspringt einer Idee der Offenbacher Wirtschaftsförderung. Dessen Leiter Jürgen Amberger bezeichnete "Kunst als Standortfrage".  Amberger weiter: "Wir fördern in der Stadt die gesamte Bandbreite der Kreativwirtschaft, weil wir alle Kreativen brauchen. Underground-Künstler sind die Basis für etablierte Künstler und umgekehrt." Für die Künstler des BOK um ihre Vorsitzende Heide Khatschurian ist dein Kaufhaus ein spannender Standort, der zur Auseinandersetzung anregt. Für die Stadt ist die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Kultur, eine Chance, ihr Image als Kreativstadt zu verstärken.  Ralph-Phillip Ziegler vom Forum Kultur und Sport: "Kunst unterstützt den öffentlichen Diskurs und bringt Esprit in die Stadt".

Auf dem Foto 1: Kleiderobjekte aus Plastiktüten "I don´t pollute" (Katrin Köster) - im Hintergrund Werke von Antje Hantelmann. Foto 2: Ebenfalls Antje Hantelmann.

Mittwoch, 30. Juni 2010

Der gesunde Fußballpatriotismus

Die Grüne Jugend hat sich letztens nicht entblödet, gegen den Fußball-Patriotismus zu demonstrieren. Mir gefällt hingegen, dass die WM zu einem nicht verordneten Gemeinschaftserlebnis geworden ist - jenseits von überzogenem Nationalismus. Das zeigt auch das schöne aktuelle Foto aus der Waldstraße - eine türkische und eine deutsche Flagge hängen direkt nebeneinander. Fußball-Patriotismus scheint gesunder Patriotismus zu sein!

Dienstag, 29. Juni 2010

Plädoyer für die Bieberer Walderdbeere

Gestern war Resternte. Andere bauen Hanf an. Wir Walderdbeeren. Wobei Wikipedia die Pflanze auch als Droge bezeichnet: "Zur Teebereitung wird ein Gramm fein geschnittene Droge mit kochendem Wasser übergossen und nach fünf bis zehn Minuten abgeseiht." Wikipedia schreibt zudem: "Sie wird außerdem als Heilpflanze verwendet."(..)


Ich esse sie dann wohl eher, weil "Walderdbeeren (...) seit langer Zeit ein Symbol der Weltlust, der Verlockung und der Sinnenfreude" (wieder Wikipedia) sind.


Ich bin nicht ganz sicher: Aber die oben abgebildeten "Bieberer Walderdbeeren" wurden wohl mal als ein kleiner Trieb von diesem schönen Berg (Mittagskogel, Kärnten) importiert, den ich zwei Mal in meiner Kindheit bestieg. Besonders in Erinnerung eine Tour über die damalig-"jugoslawische Seite" (ein Schotterabstieg - wohl rechts auf dem Foto) und wieder "nach Links" zurück über die auf dem Foto zu erahnenden Schluchten  nach Kärnten.


Bildquelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Mittagskogel_%28K%C3%A4rnten%29

Jedenfalls schmeckt sie ganz vorzüglich, die deutsch-österreichische Walderdbeere!

Montag, 28. Juni 2010

Sommermärchen in Bieber

"So ein Tag, so wunderschön wie gestern" (4:1 gegen England) lässt sich am besten bei einem Sonnenuntergang an der Käsmühle ausklingen. Am besten bei Argentinien gegen Mexiko:


Die Sonnenuntergänge über dem Bieberer Feld sind fantastisch:



Allerdings sind die Schnaken durchaus weniger angenehm. Das Käsmühlteam bietet daher zur Notwehr elektronische Fliegenklatschen, die man übrigens auch käuflich erwerben kann (ich meine 8,50 Euro).


Malerisch auch die Bieber, die an an der Käsmühle entlangfließt. Mit dem BUND habe ich dort mal Schadstoffwerte gemessen. Sind übrigens in den letzten Jahren besser geworden.


Und nochmal zum Genießen:

Dienstag, 15. Juni 2010

Bieberer Bussi?


Die recht originelle Speisekarte ("Hessen-Tapas") des Tafelspitz am Wilhelmsplatz schätze ich ja sehr. Aber irgendwie fehlt mir hier die Bieberer Komponente. Sind dem Wirt die Getränkekreationen oder die Allitarationen ausgegangen?  Mein Vorschlag: Die neue Kreation übernimmt der Bar-Keeper. Die passende Alliteration liefere ich: Bieberer Bussi!

Donnerstag, 10. Juni 2010