Samstag, 31. Juli 2010
Ostendplatz: Das letzte Fest der Vereine....
Es ist das letzte Fest der Vereine, dass auf dem alten Ostendplatz in Bieber stattfindet. Denn schon bald wird der Platz gerneralüberholt neu erstrahlen. Und das ist auch gut so. Seit Mitte der 90er Jahre hat die FDP versucht, für dieses Ziel politische Mehrheiten zu finden. Erst lehnte eine große Koalition, dann lehnten Rot/Grün plus FWG Anträge der FDP dazu ab.
2004 versuchte die FDP als damalige Oppositionspartei erneut ihr Glück mit einer Parlamentsinitiative zum Ostendplatz. Die liberale Fraktion hatte seinerzeit gewittert, dass Planungsdezernent Horst Schneider, anders als sein Vorgänger, einem Umbau positiv gegenüberstand. Der FDP-Antrag wurde dann leicht modifiziert angenommen. Es folgten eine umfassende Beteiligung der Bürger und Vereine und manche planerische Irrungen und Wirrungen. Am Ende stand dann ein nahezu einstimmig beschlossener konkreter Projektbeschluss, der zwar auf Basis der Vorstellungen der Verwaltung erfolgte, aber durch die Bürgerbeteiligung um zahlreiche Elemente angereichert wurde, so dass man fast von einem neuen Plan sprechen kann. Die FDP-Ortsvorsitzende, Monika Rinke, hat den Beschluss als "zähen Prozess mit gutem Ergebnis" begrüßt.
Das diesjährige Fest (siehe Foto) begann gestern um 18 Uhr und wird heute um 17 Uhr bis in die Abendstunden fortgesetzt. Und nächstes Jahr geht´s wieder weiter mit Spezialitäten wie den "Feuerrädchen" oder den "Bieberer Schnuckelchen" (oder so ähnlich) der 03er. Dann auf dem neuen, verschönerten Ostendplatz, mit weiteren Bäumen, Schotterrasen und einem tollen, neuen Spielplatz.
Freitag, 30. Juli 2010
Kabel1 berichtet: Wie Müllermittler in Offenbach für Ordnung und Sauberkeit sorgen
Netter Bericht über die aktiven Offenbacher Müllermittler auf Kabel1 - ca. ab Minute 19:00:
http://www.kabeleins.de/doku_reportage/achtung_kontrolle/videos/ganze-folgen/clip_achtung-kontrolle-vom-29-07-_27906/index.php
Gefällt mir aus 3 Gründen:
1. kommt da Anja Fröhlichs Autoverwertung drin vor (ca. ab Minute 41:30)
2. zeigt es, dass die Offenbacher Müllermittler mittlerweile richtig aktiv sind und die Stadt massiv gegen Müllsünder vorgeht. Das funktioniert ja nach Jahren des Laissez-Faire ganz gut.
3. bringt der Bericht vielleicht den ein oder anderen dazu, nicht zu riskieren als Müllsünder erwischt zu werden. Denn die Stadt wie nur so sauber sein wie es die Bürger sind.
http://www.kabeleins.de/doku_reportage/achtung_kontrolle/videos/ganze-folgen/clip_achtung-kontrolle-vom-29-07-_27906/index.php
Gefällt mir aus 3 Gründen:
1. kommt da Anja Fröhlichs Autoverwertung drin vor (ca. ab Minute 41:30)
2. zeigt es, dass die Offenbacher Müllermittler mittlerweile richtig aktiv sind und die Stadt massiv gegen Müllsünder vorgeht. Das funktioniert ja nach Jahren des Laissez-Faire ganz gut.
3. bringt der Bericht vielleicht den ein oder anderen dazu, nicht zu riskieren als Müllsünder erwischt zu werden. Denn die Stadt wie nur so sauber sein wie es die Bürger sind.
Nachtrag: Bekenntnisse eines Offenbacher Chefarztes
Vor einiger Zeit (10.5.) verabschiedete Klinikleiter Hans-Ulrich-Schmidt Prof. Ulf Tunn, der 26 Jahre lang Chefarzt der Offenbacher Urologie war und Reinhard Hoffmann, der 10 Jahre der orthopädischen Chirurgie und der Unfallchirurgie vorstand. Das ehemalige Kickers-Vorstandsmitglied Tunn ("Meine im Klinikum behandelten Menschen hätten zweimal die Commerzbank- Arena und sechsmal den Bieberer Berg gefüllt"), der auch für meine Familie segensreich gewirkt hat, verabschiedete sich übrigens mit diesem Bekenntnis zu Offenbach, der Stadt, der er beruflich mit einer Privatklinik im Klinikum treu bleiben wird:
Donnerstag, 29. Juli 2010
Mein erstes Konzert in der Stadthalle #Offenbach
Angeregt durch Joachim P. bei Facebook oute ich mich: mein erstes Konzert in der Offenbacher Stadthalle - zu dieser auch meinen gestrigen Blogbeitrag lesen - war schätzungsweise Ende der 70er mit dieser Sängerin:
Mein zweites dann Mitte der 90er:
Ansonsten zweimal Schulball, die Inthronisation des OB Gerhard Grandke, Jubiläum Oldie Club Offenbach, Jubiläum der Offenbacher 03er, Seniorenfassnacht (man wird alt;-) des Offenbacher Karnevalverein sowie dessen Jubiläumsveranstaltung 2010. Also war ich in der Stadthalle doch öfter als in allen anderen Hallen der Umgebung....
Mein zweites dann Mitte der 90er:
Ansonsten zweimal Schulball, die Inthronisation des OB Gerhard Grandke, Jubiläum Oldie Club Offenbach, Jubiläum der Offenbacher 03er, Seniorenfassnacht (man wird alt;-) des Offenbacher Karnevalverein sowie dessen Jubiläumsveranstaltung 2010. Also war ich in der Stadthalle doch öfter als in allen anderen Hallen der Umgebung....
Offenbach boomt: Beflügelte der neue Martin Luther Park private Investitionen?
Dass sich in Offenbach was tut sieht man nicht nur an städtischen Investitionen. Städtische Investitionen können immer nur einen Bruchteil der Investitionen bilden, die in der ganzen Stadt getätigt werden. Sie sind aber oft besonders auffällig, weil sie den öffentlichen Raum - z.B. Plätze und Parks - betreffen. Im besten Falle tragen Sie dazu bei, dass Private selbst die Entscheidung treffen, zu investieren. Ich nenne das die "Multiplikatorenwirkung" öffentlicher Investitionen.
Bestes Beispiel: Durch den SPD-Bahn-Bau angereizt, investierten Private wohl mehrere 100 Millionen in Gebäude rund die Berliner Straße. Eine direkten Zusammenhang zwischen der Verschönerung des Martin-Luther-Parks und dem privaten Facelifting des oben abgebildeten Hauses (Foto von vorgestern) an der Kreuzung Bismarckstraße/Waldstraße kann ich nicht einfach behaupten. Aber Tatsache ist doch, dass die Investoren des KOMM, der Gebäude auf den ehemaligen Industriebrachen in der Gegend der IHK und beispielsweise des obigen ehemaligen Schandflecks beweisen, dass sie Vertrauen haben, dass sich ihre Investitionen rechnen, die Stadt sich also positiv entwickelt. Klar, es gibt noch weitere Schandflecke. Der Trend ist aber positiv.
Mittwoch, 28. Juli 2010
Die Stadthalle Offenbach - eine Berühmtheit mit kleinen Schönheitsfehlern
Erinnern Sie sich noch an die SG Dietzenbach? Dieser Verein war zugegeben auch schon fast aus meinem Gedächtnis entschwunden. 1976 stand die SG immerhin im Halbfinale um die Deutsche Handballmeisterschaft und war im Pokalwettbewerb nur dem TSV Grün-Weiß-Dankersen unterlegen. Dietzenbach, Dankersen - damals große Namen und heute schon fast vergessen. Erst meine kleine Recherche brachte sie jedenfalls wieder in mein Gedächtnis zurück.
Was hat das mir dem Titel dieses Beitrags, also der Stadthalle zu tun? 1. Am Dienstag hat die FDP-Fraktion auch viel über Geschichte gelernt, nämlich die der Stadthalle. 2. Bei unserem Besuch dort klärte uns Stadthallen-Chefin Birgit von Hellborn mit ihrem Team auch auf, dass die Stadthalle einst als echte Mehrzewckhalle - mit sportlichem Schwerpunkt - angelegt war. Die SG Dietzenbach trug hier ihre Heimspiele aus.
Im Gegensatz zur SG Dietzenbach und Grün-Weiß Dankersen (das als TSV GWD Minden übrigens noch eine gewissen Rolle im nationalen Handball spielt) ist die Stadthalle noch weiter eine Nummer im Veranstaltungsgeschäft, spielen hier Rockgrößen (Marilyn Manson, Arctiv Mokeys), Volksmusikstars (z.B. Hansi Hinterseer) treten Kabarettisten auf, finden Märkte (z.B. eine Reptilienbörse, der Kreativmarkt), dank des tollen Mahagoni-Bodens Bälle (Tanzschule Weiß, Tanzschule Wernecke etc.), Betriebsverhandlungen und Vereinsevents (OKV) statt. Zweifelsohne muss sich aber auch weiter was tun, muss die Stadthalle sich Stück für Stück neuen Anforderungen des Marktes anpassen, wenn sie nicht das Schicksal der der SG Dietzenbach erleiden will, das heißt: Stück für Stück im nationalen Geschäft der kleinen Rockgrößen keine Rolle mehr zu spielen. Am rührigen und kompetenten Stadthallenteam liegt es sicher nicht, wenn die Stadthalle Marktanteile verliert.
Montag, 26. Juli 2010
Ein bisschen Farbe braucht die Stadt - Aufruf und Quiz...
Vor rund einem Jahr hatte ich dieses Foto in meine Facebook-Handy-Uploads hochgeladen. Denn in der Stadt schlummern zahlreiche architektonische Schätze, oder sagen wir besser Schätzchen - wie eben dieses. Gerade in Vierteln wie dem "Mathildenviertel" oder dem Nordend ist teilweise noch interessante Bausubstanz vorhanden, allerdings nicht überall wirklich mit der erforderlichen Pflege gehegt. Meine Bitten:
1. Quiz lösen: in welcher Straße steht dieses Haus (und ungefähr wo in der Straße)?
2. Ich würde mich über Ideen freuen, wie wir Häuslebesitzer dazu bewegen können, dem Beispiel dieses Hauses zu folgen.
1. Quiz lösen: in welcher Straße steht dieses Haus (und ungefähr wo in der Straße)?
2. Ich würde mich über Ideen freuen, wie wir Häuslebesitzer dazu bewegen können, dem Beispiel dieses Hauses zu folgen.
Freitag, 23. Juli 2010
Die Sportstadt Offenbach - Stadt der interessanten Vereine
Es ist schon über einen Monat her als Oberbürgermeister Horst Schneider Michael Grieben mit einer Bürgermedaille auszeichnete. CDU-Fraktionschef Peter Freier (oder war es sein grüner Kollege Schneider?) begrüßte mich feixend mit den Worten "Hast Du Dich verlaufen?" Irgendwie waren beide (wir sehen uns ja häufig in der Stadt, aber nicht in Rumpenheim) der Meinung, dass Rumpenheim nicht so in meinem Focus liegt. Politisch wäre das sicher fehlinterpretiert, seit gut 20 Jahren unterstütze ich die Bürgerinitiative bei ihren Wünschen zur Schlossplatzgestaltung. Richtig ist aber zweifelsohne, dass ich schon Probleme hatte, den richtigen Weg zum nicht mehr ganz so neuen Vereinshaus der SKG Rumpenheim zu finden;-) Dort fand nämlich die Ehrung statt. Im alten Vereinshaus der SKG, das hatte auch was, waren wir - wenn ich mich recht erinnere zu unserer Party 15 Jahre Junge Liberale Offenbach. Bei meiner Erkundung des neuen Geländes hatte ich die Gelegenheit einen Blick auf den Sportplatz und die Turnhalle der Ernst-Reuter-Schule zu werfen und wieder ein Stück der Stadt Kennen zu lernen, das ich in der Tat noch nicht auf dem Radar hatte. Was mich aber besonders beeindruckt hat, war die Existenz eines Förderkreises der Schiedsrichtervereinigung Offenbach. Dieser gibt sogar eine eine eigene Zeitung heraus. Ganz engagiert dabei auch Grieben, der - da waren sich alle einig - die Medaille zurecht bekommen hat.
PS: Wir sahen - passend zur WM - auch einen interessanten Diavortrag über das Engagement der Vereinigung in Südafrika. Hier einige Bilder über das Engagament.
PPS: Wie Peter Freier mitteilte, war es der grüne Kollege Schneider, der da frozzelte;-) was sich neckt, liebt sich aber nicht unbedingt...
Donnerstag, 22. Juli 2010
So entsorge ich Parteifreunde
Gestern habe ich einen vorletzten Schwung Plakate entsorgt: Frotzelnder Kommentar eines Beobachters "entsorgt Ihr jetzt die Freiheit?" Meine Antwort: "Nein nur einige wenige Parteifreunde. Das muss immer mal sein". Nein, das ist nicht ungalant (Vera) und auch nicht denkmalsstürzend (Gerhardt) gemeint - waren auch ein paar von mir dabei...
Mittwoch, 21. Juli 2010
Stadtmarketing-Quiz: der idyllischste Blick der Stadt?
Diejenigen, die vor einem Jahr bei Facebook den Beginn meines Stadtmarketing-Quizzes verfolgt haben, kennen schon die Antwort, können sie aber gerne nochmal geben :-) Wo ist dieser auf dem Foto sehr idyllische Fleck, den ich heute morgen photographiert habe und der einer der Lieblingsorte meiner Kindheit ist? Mit meinem Vater war ich da seinerzeit sehr oft. In unmittelbarer Nähe habe ich auch auf einem Mini-Hügel im zarten Alter von 3 oder so Skifahren gelernt;-) Leider ist es dort nicht gerade so leise wie es auf dem Foto aussieht.... Joachim Papendick empfiehlt sogar Ohrstöpsel. Einen Grund, warum es laut ist ist, aber nicht den einzigen, sieht man auf dem nächsten Foto rechts unten im Wasser spiegeln. Die Lösung dieses Quiz bitte ins Kommentarfeld schreiben. Es gibt wie immer 100 Gummipunkte. Der Sieger der Quizreihe darf mit mir frühstücken *grins*
Dienstag, 20. Juli 2010
Offenbach begeht den Tag des Widerstandes
Auch die Stadt Offenbach erinnert am 20.7., dem Tag des gescheiterten Attentats einer "Offiziersverschwörung" auf Adolf Hitler, an den Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur insgesamt und auf den in Offenbach im besonderen. Dazu gibt es übrigens auch einige Bücher. Seit Jahren besitze ich "Zeugnisse: Offenbach 1933-1945 - Verfolgung und Widerstand in Stadt und Landkreis Offenbach" des Offenbacher Kommunisten Karl Schild. Im Internet entdeckt habe ich ein Buch der Offenbacher, nein, Bieberer Historiker Alfred Kurt und Otto Schlander "Der Kreis Offenbach und das Dritte Reich. Leben und Politik, Verfolgung und Widerstand im Kreisgebiet in den Jahren 1930 bis 1945". Die beiden Autoren sind sicher keine Kommunisten :-)
Bei der heutigen Gedenkminute traf ich den Offenbacher Bürger Wolfgang Breckheimer, Autor des Buchs "Von den Nazis verfolgt" (Bild s.u.). Breckheimer gehörte der Gruppe der Edelweißpiraten an. Diese hatten ihre Schwerpunkte in Köln, dem Ruhrgebiet und Hamburg und lehnte Zwang und Drill, wie von der "Hitler-Jugend" praktiziert ab. Die Edelweispriraten trugen gerne bunte Schals und lange Haare. Der seinerzeit im Frankfurter Riederwald lebende Breckheimer wurde 1945 als "jüdischer Mischling ersten Grades" zur "Organisation Todt" einberufen und später zur Zwangsarbeit nach Osterode verschleppt, wo ihn amerikanische Truppen befreiten.
Das Gedenken fand an der "Flamme" vor dem Rathaus (s.o.) statt. An einem 1971 von Bernd Rosenheim geschaffenen Werk, das an die Opfer des zweiten Weltkriegs erinnert sowie am "Opferdenkmal" am Platz der Deutschen Einheit.
Bei der heutigen Gedenkminute traf ich den Offenbacher Bürger Wolfgang Breckheimer, Autor des Buchs "Von den Nazis verfolgt" (Bild s.u.). Breckheimer gehörte der Gruppe der Edelweißpiraten an. Diese hatten ihre Schwerpunkte in Köln, dem Ruhrgebiet und Hamburg und lehnte Zwang und Drill, wie von der "Hitler-Jugend" praktiziert ab. Die Edelweispriraten trugen gerne bunte Schals und lange Haare. Der seinerzeit im Frankfurter Riederwald lebende Breckheimer wurde 1945 als "jüdischer Mischling ersten Grades" zur "Organisation Todt" einberufen und später zur Zwangsarbeit nach Osterode verschleppt, wo ihn amerikanische Truppen befreiten.
Das Gedenken fand an der "Flamme" vor dem Rathaus (s.o.) statt. An einem 1971 von Bernd Rosenheim geschaffenen Werk, das an die Opfer des zweiten Weltkriegs erinnert sowie am "Opferdenkmal" am Platz der Deutschen Einheit.
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Montag, 19. Juli 2010
Kreativität am Bau - die Decke des Stadtverordnetensitzungsssaals
Dieses Rätsel habe ich vor einen Wochen bei Facebook aufgegeben. Matthias Schmidt hatte es gelöst. Es handelt sich um die Decke des Stadtverordnetensitzungssaals. Hier nochmal um eine zweite Ansicht bereichert. Beton kann auch schön sein;-)
Mein kleines Stadtmarketing - das Quiz: wo steht das süßeste Haus?
Nachdem das schönste Haus, das lustigste Haus und der originellste Spielplatz der Stadt Offenbach schon Thema dieses Blogs waren, frage ich jetzt nachdem süßesten Haus (siehe oben; Foto von gestern). Wo steht es? Bitte um eine eindeutige Angabe...
Sonntag, 18. Juli 2010
Sauberkeit auf´s richtige Kulturgleis setzen
In anderen Städten kann Kunst mit viel Geld inszeniert werden. Offenbach kann da nur mit Kreativität und der hfg aufwarten. Wie die Tradition der Industriestadt mit dem strategischen Ziel der Kreativstadt verknüpft werden kann, zeigt seit einiger Zeit der Waggon am Kuturgleis. Initiiert von Prof. Stumpf zeigt die "soziale Skulptur" (Georg Klein lt. FR), einen als Veranstaltungsort dienenden Waggon, der gleichsam den Höhepunkt der 230 Meter Gleis darstellt, die von der alten Hafenbahn noch übrig geblieben sind.
Dort spielen Underground-Bands und die Besucher können Getränke kaufen. Die Location gilt über Offenbach hinaus als Geheimtipp in der Szene. Laut Website der Stadt soll er ein soziokultureller Treffpunkt für Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Diskussionen und Vereine sein.
Leider wird der Treffpunkt Mainufer immer wieder auch vermüllt. Die ESO säubert es daher mittlerweile wohl täglich, um den Offenbachern und ihren Gästen eine hohe Aufenthaltsqualität am Fluss zu ermöglichen, was im Vergleich zu früher auch viel besser gelingt. Um ein gemeinsames Zeichen gegen zu setzen, riefen ESO (Christian Loose, links unten) , Ordnungsdezernent Paul-Gerhard Weiß (rechts oben und unten) und die Macher des "Kulturwaggons", der Verein "Soziale Plastik" zu einer gemeinsamen Müll-Sammel-Aktion auf. ESO-Sprecher Oliver Gaksch nutze dazu sogar die Social Communities. Auch ich habe mich am Freitag Abend daran beteiligt. Was mir dabei auffiel: 1. Mülleinsammeln ist richtig anstrengend - aber schön, wenn man es am Fluss machen darf und nicht so oft machen muss. 2. Trotz täglicher Reinigung durch die ESO finden sich am Gleis und im Grün hunderte Flaschenkronen, Kippen etc. - Folgen sog. "Litterings", also des achtloses Wegwerfens von Abfalls. Meine Meinung: Wenn man sieht, wie lange wir gebraucht haben, um den auf den ersten Blick gar nicht so schmutzigen Bereich wirklich ein Stück sauberer zu bekommen, wird keine Reinigungsfirma dieser Welt des "Litterings" wirklich Herr werden. Gefordert sind Mithilfe der Bürger, stärkere soziale Kontrolle und das Verständnis, dass jeder Einzelne dazu beitragen sollte, auf öffentliches Eigentum acht zu geben.
Littering ist sicher auch die Folge soziale Desintegration. Wer auf Sauberkeit nicht achtet, achtet übrigens auch auf andere gesellschaftliche Spielregeln nicht. Ich bin fest davon überzeugt: Das vermitteln von Einsicht, sich an solche verbindliche Spielregeln zu halten, kann gesellschaftliche Integration bewirken. Der Ruf nach Sauberkeit ist also nicht spießig. Sauberberkeit ist ein Kulturgut. Er geht uns alle an!
Was alles nicht davon ablenken soll - am Main und am Waggon ist es richtig schön.
Zum Blog des Waggons am Kulturgleis
Zur Facebookgruppe des Waggons
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Weiß
Freitag, 16. Juli 2010
Der Baum des Anstoßes - wie ein Baum Segen und Fluch zugleich sein kann
Für manche Bürger bildet dieser Baum (Foto von gestern) wohl eher ein wunderschönes Entree ins Bieberer Feld. Anwohner beklagen hingegen eine vom Baum produzierte "Schneelandschaft" an den Wegrändern von der Bremer Straße hin zur Obermühle. Und sehen ihn eher als Baum des Anstoßes. Vielleicht findet die Verwaltung ja eine Lösung, die allen Interesse berücksichtigt: optische, ökologische und die der Anwohner.
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