Montag, 15. Februar 2010

Zwischenruf: Es sind nicht meine Worte - aber sie waren gut!

Die Wortwahl Westerwelles entspricht nicht derjenigen der Bundeskanzlerin, lässt das Kanzleramt mitteilen. Bayerns FDP-Chef Zeil sagt: "Das sind nicht meine Worte". Würde Merkel manchmal mehr klare Kante zeigen, hätte man möglicherweise auch den Eindruck haben, die Bundeskanzlerin führt. Neigte Zeil zu klareren Worte, wäre er vielleicht Bundesvorsitzender der FDP.


Jeder, außer politischen Papageien, findet im politischen Geschäft im übrigen seine eigenen Worte.

Guidos Wortwahl ist deutlich. Seine Bilder einprägsam, auch wenn das ein oder andere Bild schief wirkt - wie fast jede Metapher irgendwo schief ist. Guidos Worte sind im wahrsten Sinne des Wortes sprechende Bilder!

Guido ist so wie er ist. Das wussten die FDP-Wähler, die Bundesparteitagsdelegierten, die Landesvorsitzenden (deren Kritik an Denkverboten und Machtkonzentration mich überrascht). Er hat mit Wortgewalt auf einen Missstand hingewiesen, während Merkel eierte und man von Zeil nichts Verwertbares hörte. Man wird jetzt erstmal über Guido reden. Und danach wieder über die Sache. Dank Guido wird diese dann nicht nur aus der Sichtweise der Linken diskutiert werden.

Nein, Guidos Worte sind nicht meine Worte - aber sie waren gut!

Kommentare:

  1. Was auffällt, ist aber vor allem, dass fast jeder, der diese Worte jetzt zur Kritik an GW nutzt, sie offenbar nicht einmal kennt, bzw. sie vollkommen sinnentstellt wiedergibt, und damit GW und der FDP Dinge in den Mund legt, die sie nie gesagt oder vertreten hat.

    GW hat nicht Empfänger kritisiert, sondern jene, die diese Klientel bedienen.
    GW hat nicht gegen Leistungen gewettert, sondern für Anerkennung für die, die diese Leistungen durch tägliche Arbeit bezahlen.
    GW hat nicht das BVerfG kritisiert, sondern all jene, die meinten, die Entscheidung für eine weitere Ausweitung vor den Karren spannen zu können.

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  2. @Anonym
    Vollkommen richtig.

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