Sonntag, 4. Juli 2010

So schön ist der Main bei Offenbach


Viel zu selten bin ich in dieser Ecke Offenbachs. Am letzten Mittwoch habe ich bei einem Treffen mit Freunden die Gelegenheit genutzt, um - kurz nach der letztlich erfolgreichen Präsidentenwahl - unweit des Bootshauses mit meiner Handycam ein Foto zu schießen (viel schöner ist aber dieses Foto von Anna P. Köhler, das offenbar fast an gleicher Stelle entstand).

Die Atmosphäre unweit des "Reichstags" ist überwältigend, die Atmosphäre im Restaurant im Bootshaus auch ganz gemütlich, das Essen dort war insgesamt in Ordnung, der Fisch recht gut. Einige kleine Malheurs, die in der im wahrsten Sinne des Wortes Hitze des Gefechts vorkommen können,  glich das freundliche Personal mit einem Nachtisch gratis aus. Sehr nett. Die können ja nicht ahnen, dass ich mir ein Nachtischverbot auferlegt habe...

Zum o.g. Reichstag erzählt Wikipedia folgende Geschichte:
"Im Juni 1018 wurde in Bürgel am Mainufer durch Kaiser Heinrich II. ein Reichstag abgehalten. In seinem Gefolge befand sich neben Kaiserin Kunigunde und dem Reichskanzler und Erzbischof von Mainz Erkanbald eine große Anzahl von Fürsten. Unter anderem wurde über die Ehe des reich begüterten Grafen Otto von Hammerstein mit Irmengard, welche nach kanonischer Zählung angeblich zu seinen nächsten Verwandten gehörte, beraten. Weil Otto bereits mehrfach Ladungen des Erzbischofs ignoriert hatte, wurde das Paar kurz zuvor in Nimwegen exkommuniziert. Nach einem Überfall Ottos auf den Bischof von Mainz wurde die Unrechtmäßigkeit der Ehe behandelt und dem Paar die Reichsacht angedroht. Dem Reichstag beugte sich Otto und er willigte der Annullierung seiner Ehe ein (Hammerstein’scher Ehehandel), in Wirklichkeit trennte er sich nie von Irmengard. Nach erfolgreicher Belagerung und Zerstörung seiner Burg Hammerstein durch den Kaiser am 2. Weihnachtstag 1020, konnte das Paar jedoch fliehen. Irmengard pilgerte daraufhin zu Papst Benedikt VIII., der die Ehe wieder für gültig erklärte und gleichzeitig den Mainzer Erzbischof Aribo, den Nachfolger Erkanbalds, suspendierte. Kaiser Konrad II. schlug 1027 den Prozess endgültig nieder, er selbst war mit Gisela von Schwaben in “verwandtschaftlicher Nähe” verheiratet und hatte kein Interesse an weiterer Verfolgung des Hammersteiner Ehepaares. In Erinnerung an den Reichstag wurde vor Jahrhunderten eine Pappel am Mainufer gepflanzt 50° 7′ 6″ N, 8° 46′ 49″ O50.11828.78041."

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